Fehler nach einem Marathon
Der schwerwiegendste Fehler nach einem Marathon ist, sich umgehend zum nächsten Rennen anzumelden. Übermotivierte Marathon Neulinge, die ihr erstes Rennen absolviert und “Blut geleckt” haben, sind sehr erpicht darauf, ihre erreichte Zeit zu verbessern und die soll natürlich vorzugsweise eher in zwei Wochen verbessert werden als in fünf oder sechs Wochen. Tatsächlich gibt es für die individuelle Leistungsentwicklung nichts Fataleres als die konstante Belastung ohne entsprechende Regeneration. Daran sollte man schon denken, wenn man einen Trainingsplan erstellt. Konstante Leistungsentwicklung benötigt auch immer wieder einen wirksamen Reiz. Dieser bleibt jedoch aus, wenn an jedem Wochenende ein Marathon gelaufen wird. Nicht nur, dass sich das Verletzungsrisiko erhöht, vielmehr wird der Läufer durch die permanente Wettkampfteilnahme nur noch minimale Steigerungen in seinem Wettkampftempo erfahren. Bestzeiten hin oder her, besser ist es, den Bewegungsapparat zu schonen. Dies setzt voraus, dass nach der Belastungsphase eine Entlastungsphase folgt. Dadurch werden physische und psychische Probleme, wie das Gefühl, ausgepowert zu sein, vermieden. Auch wenn der Muskelkater nach wenigen Tagen verschwunden ist, dauert die Regenerationsphase der Muskeln und des Bindegewebes ca. 6 – 7 Wochen. Marathon Einsteigern wird empfohlen, nicht mehr als zwei Wettkämpfe pro Jahr zu bestreiten. Trainierte Marathon Läufer schaffen es natürlich eher, an mehreren Marathon Wettkämpfen im Jahr teilzunehmen. Man sollte aber bedenken, dass diese Profis wesentlich schneller laufen können und somit auch wesentlich schneller die Regenerationsphase überwinden.